Therapieform Prostatakarzinom, iBrachy e.V., Brachytherapie Berlin
Therapieform Prostatakarzinom, iBrachy e.V., Brachytherapie Berlin
Informationen zur schonenden Behandlung von lokal begrenztem Prostatakrebs
Informationen zur schonenden Behandlung von lokal begrenztem Prostatakrebs

Erste Smartphone-App informiert über Prostatakarzinom:

iBrachy Therapie-Ampel ermittelt auf Grundlage persönlicher Diagnosewerte, ob Brachytherapie für Patienten infrage kommt

Presseinformation 25. Juni 2015

 

Mit rund 70.000 Neuerkrankungen jährlich ist das Prostatakarzinom in Deutschland nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Die gute Nachricht: Prostatakrebs verläuft weit weniger aggressiv als andere verbreitete Krebsarten wie Lungen- und Darmkrebs und ist deshalb gerade im Frühstadium sehr gut und vor allem schonend therapierbar.

 

Der gemeinnützige Verein iBrachy e.V. zur Förderung der Brachytherapie bei Prostatakarzinom-Erkrankungen mit Sitz in Berlin hat jetzt eine medizinische Smartphone-App für die Betriebssysteme iOS und Android vorgestellt, die Patienten, Angehörige und allgemein Interessierte über das Prostatakarzinom und die vier unterschiedlichen Behandlungsmethoden informiert, die bei einer Diagnose im frühen Stadium grundsätzlich infrage kommen.

 

Diese iBrachy Therapie-Ampel wurde vor dem Hintergrund entwickelt, dass ein großer Tumor-chirurgischer Eingriff mit der totalen Entfernung der Prostata nicht immer erforderlich ist. Durch die richtige Wahl der Therapieform können die Impotenz- und Inkontinenz-Risiken für eine große Zahl von Männern deutlich gesenkt werden. Zum Beispiel mit der „Brachytherapie“, bei der wenige Millimeter große Strahler, sogenannte Seeds, direkt in die Prostata eingebracht werden. Durch die direkte Bestrahlung der Prostata können die umliegenden Organe maximal geschont und dadurch die Nebenwirkungen reduziert werden. Die Behandlung dauert maximal 90 Minuten und ist – im Vergleich zur Prostata-Entfernung – grundsätzlich auch ambulant möglich.

 

Die iBrachy Therapie-Ampel, die auch als Web-App verfügbar ist und zum Beispiel von interessierten Ärzten und Selbsthilfegruppen auf ihren eigenen Webseiten eingebunden werden kann, ermittelt auf Grundlage persönlicher Diagnosewerte, ob die Brachytherapie als schonende Prostatakrebs-Behandlung für den Patienten infrage kommt. Nach Eingabe von PSA-Wert, Klinischem Tumor-Stadion gemäß UICC-Klassifikation, Prostatagröße, Gesamtzahl der entnommenen und der positiven Biopsie-Proben sowie dem Gleason-Score zeigt die Applikation das vorläufige Ergebnis mit den Ampelfarben an: Grün – möglich, Gelb – optional möglich, Rot – nicht möglich. Für den Fall, dass dem betroffenen Patienten die erforderlichen Werte zur Eingabe in die iBrachy Therapie-Ampel nicht vorliegen, kann er sie optional über die App bei seinem behandelnden Arzt per Post oder Telefax anfordern.

 

Selbstverständlich kann und darf die iBrachy Therapie-Ampel nur eine erste Orientierung geben. Deshalb wird in den Nutzungsbedingungen ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse nicht verwendet werden dürfen, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen, sondern dass sie stattdessen in jedem Fall einen auf Prostata-Erkrankungen spezialisierten Urologen vorzulegen sind, der die individuelle richtige Therapie mit dem Patienten besprechen wird.

Die iBrachy Thearpie-Ampel wurde mit dem Berliner Datenschutzbeauftragten abgestimmt und hält alle gesetzlichen Datenschutzvorschriften ein. So werden keine unverschlüsselten personenbezogenen medizinische Daten versendet, auch das Empfehlungsresultat wird nur auf der Smartphone- bzw. Browseroberfläche angezeigt, aber nicht auf dem Server gespeichert.

Inhalte und Umsetzung der iBrachy Therapie-Ampel wurden für iBrachy e.V. von Prostatakrebs-Spezialisten entwickelt, der Algorithmus zur Therapie-Empfehlung folgt den Kriterien der „Leitlinie Prostatakarzinom“ des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ).

 

iBrachy e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Brachytherapie und insbesondere einen erhöhten Qualitätsstandard gemeinnützig zu fördern und national und international bekannter zu machen. Dabei stellt der Verein den männlichen Patienten mit Prostatakarzinom in den Mittelpunkt, dem die besten Vorsorge- und Früherkennungsmethoden, Diagnosen, Therapieformen und Nachsorgen zugute kommen sollen.

Die Smartphone-App ist kostenlos unter dem Suchbegriff „iBrachy“ im Play Store von Google (Android) und im App Store von Apple (iOS) erhältlich. Die Web-Applikation ist zu finden auf der Webseite von iBrachy e.V.

Die richtige Therapiewahl bei Prostatakrebs ist wesentlich:

Impotenzrisiken können häufig vermieden werden

PRESSEINFORMATION 31. März 2014

 

„Bei der Wahl der richtigen Therapieform können Impotenz- und Inkontinenzprobleme bei Prostatakrebs-Erkrankungen in vielen Fällen vermieden werden!“ Darauf haben die auf Prostatakarzinom spezialisierten Urologen Dr. Frank Kahmann und Dr. Thomas Oliver Henkel vom iBrachy-Zentrum Berlin anlässlich der jetzt von der Deutschen Krebshilfe vorgelegten aktuellen Zahlen hin gewiesen. Danach werden in Deutschland dieses Jahr immerhin 70.000 Männer, rund 2.400 mehr als noch im Vorjahr, die Diagnose Prostatakrebs erhalten. Gemeinsam mit ihrem behandelnden Arzt müssen sie sich dann für eine individuell geeignete Behandlung entscheiden, wobei der Tumor, wenn er rechtzeitig erkannt wurde, dauerhaft geheilt werden kann.

 

Bei einem Prostatakrebs im frühen Stadium stehen den Patienten grundsätzlich verschiedene Therapie-Optionen zur Verfügung. Dabei ist das Risiko von Nebenwirkungen sehr unterschiedlich. Vor allem nach der Prostatektomie, der radikalen Entfernung der Vorsteherdrüse, die von vielen Ärzten bevorzugt empfohlen und durchgeführt wird, kommt es bei einem Großteil der behandelten Männer zu einer erektilen Dysfunktion, also Impotenz, und auch zu Inkontinenz-Beschwerden. Dr. Frank Kahmann appelliert an betroffene Patienten, sich nicht vorschnell für einen schweren tumor-chirurgischen Eingriff zu entscheiden: „Bei einer totalen Entfernung der Prostata werden sehr häufig die für die Erektion verantwortlichen Nerven geschädigt, was nach Studien bei bis zu 60 Prozent der Männer zu dauerhaften Impotenzproblemen führt.“ Eine Alternative zur Prostatektomie, so Kahmann, sei bei einer Vielzahl von Betroffenen die sogenannte Brachytherapie, bei der winzig kleine radioaktive Kapseln dauerhaft in die Prostata implantiert werden und das Krebsgewebe schonend von innen bestrahlen. Diese Therapieform sei potenzschonend, mache keine Reha erforderlich und könne sogar ambulant durchgeführt werden.

 

Aus Sicht seines Kollegen Dr. Thomas Oliver Henkel könnte diese Behandlungsform bei rechtzeitig erkanntem Prostatakrebs jährlich vielen Tausend Männern zugute kommen, die allerdings über diese Alternative häufig nicht ausreichend von ihren Ärzten informiert würden. „Obwohl die Brachytherapie international anerkannt und derzeit auch Bestandteil einer großangelegten vergleichenden Studie der deutschen Krebsgesellschaft ist, gibt es bei vielen Urologen eine merkwürdige Zurückhaltung, diese Behandlungsmethode gleichwertig mit anderen Therapieformen zu empfehlen“, äußert sich Henkel besorgt. Vielen Prostatakarzinom-Patienten könnten Impotenzprobleme und andere Nebenwirkungen erspart bleiben, wenn sie sich gemeinsam mit ihrem Arzt für eine Brachytherapie entscheiden würden.

 

Kahmann stellt in diesem Zusammenhang klar: „Diese Therapie kommt grundsätzlich nur bei Prostatakrebs mit niedrigem Risiko infrage, dann allerdings stellt sie in vielen Fällen eine hervorragende Alternative zur Prostatektomie dar.“

Der gemeinnützige Verein iBrachy e.V. zur Förderung der Brachytherapie bei Prostatakarzinom-Erkrankungen empfiehlt betroffenen Patienten und ihren Angehörigen, sich beim behandelnden Arzt umfassend über die Nebenwirkungen der unterschiedlichen Behandlungsmethoden zu informieren und ausdrücklich nachzufragen, ob sie persönlich für eine schonende Brachytherapie infrage kommen. Gleichzeitig bietet iBrachy e.V. ein umfassendes Informationspaket an, das eine sachliche und besonnene Entscheidung für die individuell richtige Therapieform erleichtert.

 

Von iBrachy e.V. für Ärzte und Patienten entwickelt:

Entscheidungshilfen für eine schonende Prostatakrebstherapie

 

Persönliche Diagnosewerte eingeben

 

Beschreibung der iBrachy Therapie-Ampel und Support-Seite

So wie Leonardo da Vinci stellt iBrachy e.V. den männlichen Patienten mit Prostatakarzinom in den Mittelpunkt, dem die besten Vorsorge- und Früherkennungsmethoden, Diagnosen, Therapieformen und Nachsorgen zugute kommen sollen.

Eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg VR 32202 B

Druckversion Druckversion | Sitemap
© iBrachy Verein e.V.