Therapieform Prostatakarzinom, iBrachy e.V., Brachytherapie Berlin
Therapieform Prostatakarzinom, iBrachy e.V., Brachytherapie Berlin
Informationen zur schonenden Behandlung von lokal begrenztem Prostatakrebs
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Berliner Prostatakarzinom-Spezialist warnt:

Keine Panik bei erhöhten PSA-Werten

Dr. Frank Kahmann, Prostatakarzinom-Spezialist und Vorstand von iBrachy e.V.

Berlin, 10. September 2013:

Die Mitteilung eines erhöhten PSA-Werts versetzt betroffenen Männern häufig einen Schock: mit dem Anstieg des sogenannten Prostata-spezifischen Antigens verbinden sie sofort die Angst vor einem bösartigen Tumorbefall ihrer Vorsteherdrüse. Der Berliner Urologe und bundesweit anerkannte Prostatakarzinom-Spezialist Dr. Frank Kahmann setzt der zunehmenden Verunsicherung von Patienten und ihren Angehörigen in einem Interview erneut klare Worte entgegen und warnt vor übereilten Interpretationen:
„Eine generelle Erhöhung des PSA-Wertes lässt auf keinen Fall die eindeutige Schlussfolgerung Prostatakrebs zu.“

Es handele sich dabei zwar um einen wichtigen Prostata-Gewebe-Marker, der aber im zeitlichen Verlauf und unter Begutachtung weiterer Parameter wie Prostatagröße und Entzündungen, sogar Stress und sportlicher Aktivität beurteilt werden müsse. In den meisten Fällen seien PSA-Wert-Erhöhungen nicht mit einem Karzinom einhergehend.

„Ein erhöhter PSA-Wert muss auf jeden Fall von einem auf Prostatakarzinom spezialisierten Urologen angesehen werden, der dann weitere Diagnoseschritte einleiten wird“, rät Kahmann. Dazu gehöre, bei begründetem Krebs-Verdacht, auch eine Gewebeentnahme aus der Prostata, die erst letzte Sicherheit geben könne.

Aber, so der Urologe, nicht jeder, der einen erhöhten PSA-Wert habe, benötige diese sogenannte Biopsie, und nicht jeder, dessen Gewebeproben positiv seien, müsse deswegen mit der radikalen Entfernung seiner Vorsteherdrüse rechnen. Diese Zusammenhänge bestünden nicht zwangsläufig.

„Selbst dann muss individuell entschieden werden, ob tatsächlich ein großer tumor-chirurgischer Eingriff notwendig ist oder ob schonendere Verfahren für den Patienten infrage kommen“, sagt Kahmann. Aus seiner Sicht könnten die Impotenz- und Inkontinenz-Risiken durch die richtige Wahl der Therapieform für eine große Zahl von Männern deutlich gesenkt werden.

Der Urologe weiß aus der eigenen Praxis um die Verunsicherung von Patienten, die vor allem durch „eine unqualifizierte öffentliche Diskussion in den letzten Monaten“ entstanden sei. Nicht die auf individueller Basis ggf. regelmäßige Bestimmung des PSA-Wertes sei das Problem, sondern die oft voreiligen Schlussfolgerungen daraus: „PSA-Panik ist nicht angebracht – ganz im Gegenteil!“ Eine besonnene und spezialisierte Interpretation der Werte würde in jedem Fall dazu beitragen, ein Prostatakarzinom rechtzeitig zu erkennen und zu heilen.

Zum Video mit den Statements von Dr. Frank Kahmann

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So wie Leonardo da Vinci stellt iBrachy e.V. den männlichen Patienten mit Prostatakarzinom in den Mittelpunkt, dem die besten Vorsorge- und Früherkennungsmethoden, Diagnosen, Therapieformen und Nachsorgen zugute kommen sollen.

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