Therapieform Prostatakarzinom, iBrachy e.V., Brachytherapie Berlin
Therapieform Prostatakarzinom, iBrachy e.V., Brachytherapie Berlin
Informationen zur schonenden Behandlung von lokal begrenztem Prostatakrebs
Informationen zur schonenden Behandlung von lokal begrenztem Prostatakrebs

Therapie-Optionen bei Prostatakarzinom

Grundsätzlich gibt es entsprechend der „Leitlinie Prostatakarzinom“ des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) vier Therapieoptionen bei lokalisiertem Prostatakarzinom mit niedrigem Risiko. Welche Therapieform für den betroffenen Patienten individuell infrage kommt, und welche Risiken und Nebenwirkungen bestehen könnten, sollte in einem persönlichen Aufklärungs- und Beratungsgespräch mit einem auf Prostatakarzinom-Erkrankungen spezialisierten Urologen geklärt werden.

 

Entfernung der Prostata

Radikale Prostatektomie nennt man die Operation, bei der die Prostata komplett mit den Samenblasen entfernt wird. Sie ist die traditionelle Behandlungsmethode bei einem diagnostizierten örtlich begrenzten Prostatakarzinom und wird schon seit mehreren Jahrzehnten angewandt. Seit einigen Jahren wird versucht, durch den operativen Erhalt der Nerven und Gefäße, die für die Potenz zuständig sind, die Erektionsfähigkeit nach der Operation zu erhalten. Da diese Nerven und Gefäße an der Prostatakapsel entlang ziehen, gelingt dies nur bei einem geringen Anteil der Patienten.

Um an die Prostata, die tief im Unterleib eingebettet liegt, heranzukommen, gibt es drei mögliche Zugangswege: Entweder setzt der Chirurg den Schnitt in die Bauchdecke, in den Damm oder er operiert endoskopisch (so genannte Schlüssellochchirurgie).

Eine radikale Prostatektomie zieht einen mehrtägigen bis mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt nach sich.

Strahlentherapie von außen

Zum einen die perkurative Strahlentherapie, bei der die Bestrahlung von außen durch die Haut über einen Zeitraum von mehreren Wochen erfolgt. Jede Bestrahlungseinheit dauert hierbei nur wenige Minuten. Die Standarddosis von 72 bis 76 Strahlungseinheiten (Gray, kurz: Gy) wird über einen Zeitraum von acht Wochen appliziert. Der Nachteil der externen Bestrahlung liegt darin, dass durch andere Organe hindurchgestrahlt werden muss, um die Prostata zu erreichen. Dadurch werden spezielle Nebenwirkungen an Blase und Enddarm verursacht.

Brachytherapie

Zum anderen die interstitielle Bestrahlung (Brachytherapie), bei der der Strahler direkt in die Prostata eingebracht wird, so dass die Bestrahlung von innen in direkter Nähe zum Krebsgewebe stattfinden kann.

Dies wird bei Prostatakrebs im Frühstadium üblicherweise durch die Implantation von kleinen radioaktiven Stiften (Seeds) erreicht. Bei dieser permanenten Seedimplantation (Brachytherapie) bedarf es eines ca. 90-minütigen Eingriffs, um die Seeds zu platzieren. Diese verbleiben lebenslang in der Prostata und geben ihre Strahlung über einige Monate hinweg kontinuierlich ab. Die so erzielte Dosis beträgt 145 Gray.

Kontrolliertes Abwarten – Active Surveillance

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen ein Prostatakarzinom mit guter Prognose festgestellt hat, dann wird dieser Tumor unter Umständen gar nicht oder so langsam wachsen, dass er Ihnen nie Beschwerden machen wird. Zum Zeitpunkt der Diagnosestellung jedenfalls besteht dann kein Grund, sich einer Behandlung zu unterziehen, die die Lebensqualität beeinträchtigen kann. Dennoch sollte der einmal entdeckte Tumor regelmäßig überwacht werden, damit bei Anzeichen einer Veränderung sofort reagiert und eine Therapie eingeleitet werden kann. Dieses Vorgehen nennt man Aktive Überwachung (Englisch: Active Surveillance).

Von iBrachy e.V. für Ärzte und Patienten entwickelt:

Entscheidungshilfen für eine schonende Prostatakrebstherapie

 

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Beschreibung der iBrachy Therapie-Ampel und Support-Seite

So wie Leonardo da Vinci stellt iBrachy e.V. den männlichen Patienten mit Prostatakarzinom in den Mittelpunkt, dem die besten Vorsorge- und Früherkennungsmethoden, Diagnosen, Therapieformen und Nachsorgen zugute kommen sollen.

Eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg VR 32202 B

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